Der Verein

Wer wir sind und was wir wollen

Vielen Löhnerinnen und Löhnern gefiel der verwahrloste Bahnhof schon lange nicht mehr. Man müsste doch die Immobilie renovieren, ausbauen und wirtschaftlich nutzen können…!

 

Mit etwas Wehmut dachten die Eisenbahnfreunde an die einstige Bedeutung, Größe und Pracht des Löhner Bahnhofs zurück. 

 

In den Wohnzimmern, Gärten und Hinterhöfen Löhnes wurde lebendig diskutiert, wenn das Gespräch auf den heruntergekommenen Bahnhof kam und mancherorts sprudelten kreative Ideen, was dort alles Tolles geschehen könnte… Kultur! Treffpunkt! Und nachhaltig!

 

Anfang 2013 fanden sich dann ein paar engagierte Löhnerinnen und Löhner zu einem ersten Treffen zusammen, um über die weitere Entwicklung des Bahnhofs gemeinsam zu diskutieren.  Die einen idealistisch, die nächsten pragmatisch, aber alle mit einem gemeinsamen Ziel: Den Bahnhof mit Leben füllen! Der „Initiativkreis zur Erarbeitung eines Konzeptes und Finanzierungsplanes für eine nachhaltige Umgestaltung und Wiederbelebung des Löhner Bahnhofs“ war geboren, verbunden mit dem Motto „Löhne umsteigen“. Im gleichen Jahr wurde das Löhner Bahnhofsgebäude versteigert. Höchstbietende waren Charlotte und Epifanio Di Fede. Von Anfang an unterstützten die beiden den Initiativkreis.

 

Ein erstes Konzept für mögliche zukünftige Nutzungen wurde bereits 2014 erarbeitet. Mit diesem Konzept sollten die Möglichkeiten einer öffentlichen Förderung ausgelotet werden. Das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung (MHKBG NRW)  stellte den Kontakt zum Büro „Startklar“ in Köln und zum Förderprogramm „Initiative ergreifen – Bürger machen Stadt“ her. „Initiative ergreifen“ unterstützt Projekte, die bürgerschaftliches Engagement und Stadterneuerung wirksam miteinander verknüpfen. Das Büro „Startklar“ berät und begleitet bürgerschaftliche Initiativen im Bereich von Stadtentwicklung und -erneuerung. Dem Initiativkreis legten die Fachleute nahe, aus ihrem Kreis einen Verein werden zu lassen. Sie empfahlen weiter, den Bahnhof in das integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) der Stadt Löhne aufzunehmen, denn im Städtebau werden keine Einzelobjekte mehr gefördert. Als Teil eines großen Ganzen hingegen könne der Bahnhof Fördermittel erhalten. Durch eine provisorische Herrichtung des Alten Wartesaals für Veranstaltungen ließe sich prüfen, ob das Konzept von der Löhner Bürgerschaft angenommen werde. Dies hat der Verein mit Eigenmitteln, Spenden und lokalen Förderern, ganz ohne öffentliche Mittel, schrittweise umgesetzt.

 

2015 wurde dann aus dem Initiativkreis der Verein „Löhne umsteigen. Der Bahnhof“. Heute bildet die Mitgliederstruktur des Vereins eine bunte Mischung der Löhner Stadtgesellschaft; neben Privatpersonen und Unternehmen engagieren sich zahlreiche Vereine, Initiativen und Verbände gemeinsam für den Löhner Bahnhof – eine echte Bürgerbewegung.

 

Der Verein beantragte 2019 beim Ministerium für Kultur und Wissenschaft in NRW eine Förderung für die weitere detaillierte Konzeptentwicklung. Die Förderung wurde bewilligt, ein tragfähiges Konzept entwickelt.

 

Seit 2020 ist nun die Stadt Löhne Eigentümerin des Bahnhofs. Im Frühjahr 2021 verabschiedete der Rat der Stadt Löhne mit großer Mehrheit das Konzept „Der Bahnhof Löhne als Dritter Ort“.


Mit seinem Konzept und insbesondere mit der Kooperation zwischen der Stadtbücherei und dem Verein hat sich „Löhne umsteigen. Der Bahnhof“ um eine Förderung für die Umsetzung des Dritten Ortes beworben. Auch diese Förderung wurde für den Zeitraum von drei Jahren bewilligt und begann im Jahr 2021.

 

Unser Projekt ist nur mit vielen gemeinsam umzusetzen. Darum: Mitmachen, mitgestalten! Lassen wir unsere Vision Wirklichkeit werden, lassen wir sie wachsen! Wir freuen uns über jede und jeden, der mitmischt.

Bernd Poggemöller, Bürgermeister der Stadt Löhne

„Ich unterstütze das Projekt...

… denn ich begrüße es außerordentlich, dass der Verein „Löhne umsteigen – Der Bahnhof“ bereit ist, Verantwortung zu übernehmen – nicht nur für unser Bahnhofsgebäude, sondern auch für die städtebauliche Entwicklung in unserer Stadt.

Dieses beispielhafte bürgerschaftliche Engagement setzt die Bereitschaft der Menschen voraus, mehr Verantwortung zu übernehmen und zeigt das Potential unserer Gesellschaft.“

 

– Bernd Poggemöller

Ein Bürgerbahnhof Löhne ...

… steht für Erneuerung, für Wir-Gefühl und
Innovationsbereitschaft. Das Bahnhofsprojekt soll unter dem Namen „Löhne umsteigen“ ein großes Gemeinschafts- und Stadtentwicklungsprojekt für die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt werden, unter dessen Dach diese vier Module / Bausteine synergetisch zusammenwachsen.

Wir setzen uns dafür ein, den Identitätsanker unserer Stadt wieder zur Visitenkarte und zu einem lebendigen Ort für die Bürgerschaft werden zu lassen.

Günter Willig, Vorsitzender des Vereins Löhne umsteigen - Der Bahnhof e.V.
Irene Esser, zweite Vorsitzende des Vereins Löhne umsteigen - Der Bahnhof e.V.

„Löhne umsteigen ...

… dass dieser Slogan in unserem Bahnhof neu belebt und mit zukunftsweisenden Inhalten gefüllt werden soll, spricht mich sehr an. Unsere Gesellschaft braucht ein Engagement für soziale und ökologische Entwicklungen. Dies in einer zukünftigen „guten Stube von Löhne“ umzusetzen, trage ich gern meinen Teil bei.“

 

– Irene Esser

„Unser Bahnhof ...

… hat ein Jahrhundert lang unsere Stadt maßgeblich geprägt. Täglich wird er von mehreren tausend Menschen genutzt. Ich wünsche mir, dass er in Zukunft städtebaulich deutlicher in den Fokus der Bürger unserer Stadt tritt. Hierfür lohnt es sich, sich zu engagieren. Ich hoffe, viele Löhner Bürger und auch Menschen aus der Umgebung sehen das auch so und helfen, jeder mit seinen Möglichkeiten, dieses Ziel zu erreichen. Das historische Gebäude und sein Umfeld sollten wieder ein Aushängeschild unserer Stadt werden.“

– Hans Wilhelm Bökamp

Hans Wilhelm Bökamp, Architekt