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Nils Bökamp ist in Löhne, Gohfeld aufgewachsen und hier zur Schule gegangen.  

14 Apr 2024

Journalismus war sehr früh ein Traum, den er verfolgt hat, angetrieben von der Faszination für Peter Scholl – Latour oder Gerd Ruge und den großen Journalisten der 90iger Jahren, die aus Krisengebieten berichtet haben.

 

Die Ausbildung startete nach dem Abitur mit dem Studium der Kommunikationswissenschaften in Aachen, das dann aber nach zahlreichen Praktika in der Filmbranche abgebrochen wurde, um an die Filmhochschule in Berlin zu wechseln. Nils Bökamp: „Die Wirklichkeit erzählt die spannendsten Geschichten und meine Motivation liegt darin, mit jedem Thema in eine komplett neue Welt einzutauchen. Sozialpolitische und umweltpolitische Themen haben mich immer begleitet und motiviert, diesen Job ausüben. In Zusammenarbeit mit einem Studienfreund habe ich dann meinen Abschluss an der Filmhochschule gemacht, mit dem Dokumentarfilm: DRIFTER, einem Film über junge Obdachlose in Berlin und die neue Generation der Kinder von Bahnhof Zoo. Dieser Film wurde dann auf der Berlinale mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet und wir waren in der Lage, eine kleine Produktionsfirma in Berlin zu gründen. Es folgten viele Dokumentarfilme und Serien im Ausland für alle namhaften Sender in Europa. Von 2019 bis 2021 war ich als leitender Redakteur erst für die deutschen und später europäischen Dokumentarfilme für Netflix zuständig und habe für sie von London aus diese Sparte mitaufgebaut. Seit 2022 arbeite ich wieder als freier Regisseur und Produzent mit meinen alten Firmenkollegen von Berlin aus.

Aktuell erzählen wir eine Serie über den tragischsten Flugunfall in der deutschen Nachkriegsgeschichte, die Geschichte von einem der berüchtigtsten Serienkiller in Österreich und an einer Hochstaplergeschichte, die in Köln spielt, für internationale Streamingpartner.“ Nils Bökamp über seinen Film Eldorado (alles, was die Nazis hassen): „Eldorado erzählt ein Stück deutscher Geschichte, das mir selbst als junger Mann unbekannt war. In Zusammenarbeit mit dem „Deutschen Historischen Museum“ in Berlin bin ich 2016/2017 beauftragt worden, einen Film für arte zu machen, in dem wir uns das erste Mal mit historischen Figuren im Kontext ihrer Sexualität auseinandergesetzt haben. Das war der Startschuss für Eldorado. Durch diese damalige Produktion hatten wir die Gelegenheit uns mit der Geschichte von verfolgten Homosexuellen während des dritten Reiches auseinanderzusetzen und fanden unglaubliche Heldengeschichten, die noch nie erzählt wurden.

Ich habe dann sehr lange recherchiert und herausgefunden, dass einige der Gründungsväter der Nationalsozialisten auch bekennende Homosexuelle waren – eine Tatsache, die in den Geschichtsbüchern nie auftauchte. In der Nacht der langen Messer ließen die Nationalsozialisten diese Männer exekutieren. Hilter wollte die Massen erreichen und sah sich mit Kritik und Verunglimpfung konfrontiert.

Er folgte dem Populismus, gestaltet von Rudolf Heß und Hermann Göring und innerhalb von wenigen Monaten wurde ein sehr liberales Berlin zum Schauplatz von drakonischer Verfolgung.

In die Vergangenheit schauen und für die Zukunft lernen – heute gibt es erschreckende Parallelen in Europa zur damaligen Zeit und wir hoffen, dass wir mit diesem Film auf unterhaltsame Weise darstellen können, wie fragil Freiheit sein kann und welche Verantwortung wir alle haben, um diese zu beschützen, sodass jeder sein Leben so gestalten kann, wie er das für sich entscheidet.“

 

Sonntag, 14. April 2024 19:30 Uhr

 

Alter Wartesaal

 

Abendkasse: 8,00 €, ermäßigt 5,00 €

 

Veranstalter: Löhne umsteigen. Der Bahnhof e.V.

Kontakt: bahnhof@loehne-umsteigen.de | 05732 9681386

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Details

Datum:
14. April
Zeit:
19:30 - 22:00
Eintritt:
8,00Euro

Veranstaltungsort

Alter Wartesaal
Bünder Str. 7
Löhne, Nordrhein-Westfalen 32584 Deutschland
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Veranstalter

Löhne umsteigen. Der Bahnhof e.V.
Telefon
05732 9681386
E-Mail
bahnhof@loehne-umsteigen.de
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